Children of Blood and Bone – Goldener Zorn I Rezension

27. Juli 2020

Zur Geschichte

Einst gab es mächtige, von den Göttern auserwählte Menschen, auch Maji genannt in Orisha. Diese hatten magische Fähigkeiten, konnten über Licht und Schatten, Leben und Tod herrschen. Es gab Flammentänzer, Geistwandler, Seelenfänger und vieles mehr. Bis zu jenem schicksalhaften Tag, der in die Geschichte als Blutnacht einging, an dem sie ihre Kräfte verloren und alle erwachsenen Maji von König Saran hingerichtet wurden. Auch Zélie verlor ihre Mutter und konnte dies nie überwinden.

Zélie wohnt zusammen mit ihrem Bruder Tzain und ihrem Vater in einer kleinen Küstenstadt. Sie ist eine Devîné, mit weißen Haaren und silbernen Augen. Doch die Magie ist verschwunden, weshalb sie keiner mehr nutzen kann. Sie werden trotzdem behandelt wie Aussätzige, nur weil man ihnen ihr Erbe ansieht.

Eines Tages treffen Zélie und Tzain, auf die Königstochter Amari. Diese ist auf der Flucht, weil sie ihrem Vater eine wichtige Schriftrolle entwendet hat. Ihr Vater hat etwas Furchtbares getan, er hat ihre Dienerin und engste Vertraute vor ihren Augen umgebracht. Das konnte sie so nicht hinnehmen. Zusammen machen die drei sich auf eine beschwerliche Reise, um das Schicksal von Orisha zu ändern und die Magie zurück zu bringen. Inan, der Bruder von Amari, will dies verhindern und ist hinter ihnen her.

Buch mit dunklen Cover. Zélie mit weißen Haaren. Children of Blood and Bones.

Meine Meinung

Da ich aktuell den zweiten Band verschlungen habe und festgestellt habe, dass ich den ersten gar nicht rezensiert habe, hole ich dies nach. Als ich das Cover gesehen habe, war ich schon sehr angetan. Nach dem Klappentext musste ich es unbedingt lesen.

„Children of Blood and Bone“ war auf jeden Fall Mal etwas anderes. Es sind nur Schwarze Protagonisten, weil es in einem alternativen Afrika spielt. Zusammen mit der Magie, eine einfach unschlagbare Fantasy Geschichte. Man kann mit den Charakteren mitfühlen und wird in eine Welt gerissen, die einfach so nicht sein sollte. Wie viel Ungerechtigkeiten den Devînés entgegengebracht wird, ist einfach furchtbar.

Die drei Hauptcharaktere Zélie, Amari und Inan, zwischen denen die Handlung wechselt, haben alle mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Doch sind deren Schicksale unausweichlich miteinander verbunden. Sie machen während der Geschichte eine unglaubliche Wandlung durch. So wird aus der unterdrückten und ungestümen Zélie, eine verantwortungsbewusste Anführerin. Amari die kleine Prinzessin, der man nichts zugetraut hat, eine starke und mutige Frau. Inan der einfach nur von seinem Vater akzeptiert werden wollte, hinterfragt seine eigenen Entscheidungen. Ich habe das Buch einfach geliebt.

Zur Autorin

Tomi Adeyemi ist eine nigerianisch-amerikanische Autorin und besinnt sich mit dieser Reihe auf ihre nigerianischen Wurzeln. „Children of Blood and Bone“ ist entstanden, als die Autorin Tag für Tag in den Nachrichten gesehen hat, wie unschuldige und wehrlose Schwarze in den USA von Polizisten erschossen wurden. Sie wollte mit dem Buch darauf aufmerksam machen. Damit sich das Denken ändert und die Augen nicht vor den Dingen verschlossen werden. Ich glaube, dass hat sie sehr gut rübergebracht.

Wenn wir uns die aktuelle Lage in den USA anschauen, sehen wir Menschen, die gegen die Polizeigewalt demonstrieren. Sie versuchen etwas dagegen zu tun. Leider sieht man auch an George Floyd und weiteren Fällen, dass es sich noch lange nicht geändert hat. Es ist unmöglich, wie ungerecht Schwarze immer noch behandelt werden. Wir sind in einer Zeit, in der es lange überfällig ist, dass alle dieselben Rechte haben.

Wir sind alle Menschen, in unseren Adern fließt dasselbe Blut. Warum muss es Hass, Gewalt und Krieg geben, wir vernichten uns damit nur selbst.
Es ist unrelevant, welche Hautfarbe wir haben.
Es ist unrelevant, welcher Religion wir angehören.
Es ist unrelevant, welche sexuelle Orientierung wir haben.
Wir sind alles Menschen!
Es ist reiner Zufall, in welchem Land, mit welcher Hautfarbe, wir auf die Welt gekommen sind. Das Schicksal hätte auch anders entscheiden können.
Ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen, ein bisschen mehr Denken und vernünftiges Handeln, erst dann sind wir bereit die Menschen zu werden, die wir sein sollten.

Fazit

Ich habe die Geschichte geliebt und in einen Rutsch durchgesuchtet. Ich musste lachen, weinen und mitfiebern, dass solltet ihr nicht verpassen. „Children of Blood and Bone“ ist so gut, dass die Geschichte sogar verfilmt wird.

Bildquelle(n): Amazon

Bewertung: 5 von 5.

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Titel: Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Autor: Tomi Adeyemi

Verlag: Fischer FJB

Formate: E-Book, Hardcover, Hörbuch

Seiten: 624

ISBN: 978-3841440297

Variante: Rezensionsexemplar (E-Book)

Danke an NetGalley und Fischer FJB.

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