Ready Player One I Rezension

13. August 2017

Zur Geschichte

Im Jahre 2045: die Welt geht den Bach runter, die Erdölvorräte gehen zu Ende und die Kluft zwischen arm und reich ist gigantisch. Die meisten armen Menschen leben in den Stacks, dass sind aufeinander gestapelte Trailer, in denen mehrere Familien leben müssen. Ihnen werden Essensmarken zugeteilt, da die Armut nichts anderes zulässt. Die einzige Zuflucht aus dieser persönlichen Hölle ist die OASIS, eine virtuelle Realität die sich alle leisten können. Die OASIS ist ein eigenes Universum, in der man leben, arbeiten, zur Schule gehen und Abenteuer erleben kann. Der Erfinder dieses virtuellen Universums, James Halliday, war ein sehr exzentrischer und einsamer Mann, der keine eigene Familie hatte. Er implementierte  in der OASIS ein Easter Egg, dass nach seinem Tod durch ein Event gefunden werden kann. Derjenige der dieses Easter Egg findet, bekommt nicht nur sein Geld, sondern auch seine Firma überschrieben. Die Jagd beginnt …

 

Nur wer feige ist, wird erwischt. Die Mutigen finden einen Ausweg.

Zitat S. 21

 

Fünf Jahre sind seitdem vergangen und niemand hat bisher etwas herausfinden können. Weder einer der drei Schlüssel, noch eines der drei Tore wurde bisher gefunden. Die gefeierten Easter Egg Jäger, sind weniger geworden und inzwischen eine Lachnummer. Die meisten glauben, das Halliday sich einen letzten Spaß mit allen erlaubt hat und dass das Easter Egg nicht existiert. Doch einige geben nicht auf, wie der 18-jährige Wade Watts. Er ist in den Stacks aufgewachsen und ein absoluter Nerd und Halliday Fan. Da er seine Zeit fast dauerhaft in der OASIS verbringt und dort nicht nur zur Schule geht, sondern auch nach Hinweisen sucht, ist es nicht erstaunlich das er der Erste ist, dem das unmögliche gelingt. Er errät den ausschlaggebenden Hinweis und gewinnt den ersten Schlüssel. Doch dadurch macht er sich, nicht nur in der OASIS, sondern auch in der realen Welt Feinde. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt, doch wer wird aus dem Spiel als Gewinner herauskommen?

Meine Meinung

„Ready Player One“ war nicht meine erste Wahl, aber mein Mann hatte mal wieder Lust ein Buch zu lesen. Also hat er sich dieses in deutsch und englisch geholt. Mein Mann liest jetzt die englische Variante und ich bin überredet worden die deutsche zu lesen. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch etwas für mich sein könnte, aber es hat mich überzeugt. Dadurch das es nicht so extrem futuristisch geschrieben ist, hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht zu lesen.

Tatsächlich ist die Geschichte nicht so abwegig. Die virtuelle Realität ist schon sehr weit fortgeschritten und solche Sachen wie die VR-Brille von Sony und die Oculus Rift gibt es ja schon. Genauso sind einige Gaming Accessoire auch schon vorhanden, wie Gaming Sessel und irgendwelche Laufbänder um sich im Spiel fortzubewegen. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass uns so ein Universum wie die OASIS bevorstehen kann. Es ist ein Traum, der zur Wirklichkeit werden kann, deshalb gefiel mir das Buch sehr. Natürlich gab es auch Zukunftsvorstellungen, die ich mir entweder nicht vorstellen kann oder nicht vorstellen will. Zum Beispiel kann ich mir nicht vorstellen, dass egal wie stark die Armut vertreten ist, eine Firma die Systeme und auch Internet kostenlos zur Verfügung stellen würde.

 

Ich mag die Wirklichkeit nicht,
aber sie ist immer noch
der einzige Ort, wo es etwas
Vernünftiges zu essen gibt.

Zitat Groucho Marx, S. 245

 

„Ready Player One“ ist eine sehr interessante Geschichte, aber mir haben tatsächlich einige Übersetzungen nicht gefallen. Es gab Sätze, die hätten übersetzt werden sollen, damit man den Zusammenhang versteht. Einige wichtige Wörter, die zum eigentlichen Sinn hätten bleiben sollen, wurden dafür ganz oder teilweise übersetzt. Beispielsweise Easter Egg, wurde ab und zu übersetzt, was natürlich keinen Sinn ergibt. Es heißt bei Spielen, nun mal nicht Osterei, sondern Easter Egg und daran wird sich nichts ändern. Genauso wurden Figuren umbenannt, die nun mal einen englischen Eigennamen haben und dann hätte man es auch so belassen sollen. So wurden die virtuellen Schatzjäger im originalen Gunter genannt. Dies ist eine Zusammensetzung aus Easter Eg(G) und H(unter). Dieser doch sehr prägnante Name, wurde in der deutschen Fassung überhaupt nicht verwendet.

In „Ready Player One“ habe ich wirklich alle Gefühlsregungen miterlebt, es war traurig, lustig und zwischendurch romantisch. So viel Gefühl hätte ich dem Buch gar nicht zugetraut. Also, was soll ich darüber sagen? Es lohnt sich alle Male sich die Geschichte anzuschauen, egal ob man nun ein Zocker, Nerd oder einfach nichts mit solchen Sachen am Hut hat. Die Geschichte macht Spaß und die Ansicht von Ernest Cline ist sehr interessant. Da die Geschichte auch noch verfilmt wurde und bald auf die große Leinwand kommt, lohnt es sich umso mehr sie jetzt noch zu lesen.

Wer kein Problem mit der englischen Originalfassung hat, dem rate ich dringend zu dieser, dennoch ist auch die deutsche, wirklich gut.

Bildquelle(n): Amazon

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